16.10.07 - Geschwindigkeit ist Trumpf
VIPA setzt künftig verstärkt auf kleinere High-Speed-SPS-Systeme unterhalb seiner bestehenden High-Speed-Produktpalette und auf Bedienpanels mit integrierter SPS. Auf der Montage- und Handhabungstechnik-Messe Motek in Stuttgart stellte das Herzogenauracher Unternehmen entsprechende Produkte vor.
"Wir sind momentan dabei, unser Angebot an High-Speed-SPSen nach unten zu erweitern und damit abzurunden", erläuterte VIPA Geschäftsführer Wolfgang Seel. Immerhin waren auf der Motek vier mit VIPA SPEED7-Technik ausgestattete Steuerungs-CPUs, die für diese Strategie stehen und ab sofort erhältlich sind, erstmals zu begutachten.
Gemäß der Unternehmensphilosophie, Siemenskompatible Steuerungen mit höherer Leistung und Geschwindigkeit anzubieten, sind die CPUs 312SC/PtP, 313SC/PtP, 313SC/ DPM und 314SC/DPM auf der Basis des PLC 7001 mit STEP7 von Siemens programmierbar. Zudem lassen sie sich auf den Befehlsvorrat der Siemens-Steuerungen S7-300 oder S7-400 einstellen.
"Die neuen SPSen sind für zeitkritische Anwendungen konzipiert und erfüllen zugleich den stetig wachsenden Bedarf an Speicherkapazitäten", verdeutlichte Seel. Ihr Speicher ist dynamisch an die Anforderungen von Anlage und Applikation anpassbar, und zwar auch nachträglich, ohne dass bestehende Hardware ausgetauscht werden muss.
Um weiteren Speicher freizugeben, kann der Anwender eine Memory Configuration Card (MCC) in den Card-Slot stecken. Die Zahl der erforderlichen CPU-Typen, die der Benutzer für seine diversen Applikationen vorhalten muss, reduziert sich damit beträchtlich.
Alle vier Versionen sind pinkompatibel zu den entsprechenden Geräten von Siemens. Ihr Interrupt-Verhalten zeigt eine hohe Performance und Deterministik. Sie haben ein NP-Interface integriert, das auch als SSI nutzbar ist. Die Modelle 313SC/DPM und 314SC/DPM bieten obendrein mehrere I/Os, einen PB-Master und PWMs mit Stepper-Interface.
Touchpanels mit SPS
Rechtzeitig zur Messe SPS/IPC/ Drives sollen die bereits in den Markt eingeführten Touch Panels von VIPA mit einer integrierten SPS lieferbar sein. Auch sie unterstützen den STEP7-Befehlsvorrat von Siemens. Über die STEP7-SPS lassen sich logische Verschal¬tungen mit der Visualisierung einrichten.
Die Bedienpanels sind mit Diagonalen von 8,4 bis 12,1 Zoll zu haben und "verfügen über sämtliche HMI-Funktionalitäten", wie Seel betonte. Sie lassen sich mit den Standard-Ein- und Ausgabemodulen aus den Systemen 100V und 200V von VIPA erweitern, die auf der Rückseite montiert sind.
Die SPS beruht auf VIPAs SPEED7-Technik und entspricht laut Seel "in ihrer Performance der CPU 414 von Siemens". In Verbindung mit den integrierten Ein- und Ausgängen stellt sie eine vollwertige Kleinsteuerung dar. Die E/A-Module stehen in unterschiedlichen Ausführungen bereit, etwa mit 16/8 digitalen E/As, Relaisausgängen, analogen E/As oder schnellen Zählern. "Die verfügbaren Komponenten machen den Einsatz einer externen SPS überflüssig", kommentierte Seel.
Die Bedienpanels sind mit dem Betriebssystem Windows CE 5.0 einschließlich "zenOn G.20" oder "MoviconX Real Flexible" ausgestattet. Die Software-Installation erfolgt über SD-Card oder Netzwerk. Geeignet sind die Panels für die Fabrik-, Gebäude- und Prozessautomatisierung gleichermaßen. Weil sie in einem Aluminiumdruckgussgehäuse stecken und ihre Vorderseite der Schutzart IP 65 entspricht, kommen sie auch mit rauen Bedingungen in der Industrie zurecht. Ihr hintergrundbeleuchtetes Display ist dimm- und abschaltbar.


