08.08.05 - Die Hard-SPS der Zukunft
Rasante Verarbeitungsgeschwindigkeit, ein jederzeit erweiterbarer Speicher und programmierbar wie eine S7 von Siemens - dies sind die besonderen Merkmale der SPEED7-CPUs von VIPA.
Die SPEED7-CPUs wurden speziell im Hinblick auf ihre Geschwindigkeit konzipiert. Sie lassen sich mit STEP7 von Siemens programmieren und sind auf den Befehlsvorrat der S7-300 und der S7-400 von Siemens einstellbar. Sehr schnelle Bearbeitungs- und Zykluszeiten von etwa 50.000 Anweisungen pro ms steigern die Produktionsgeschwindigkeiten von Maschinen und Anlagen enorm.
Via S7-300-Standard-Bus-Systeme und der bewährten S7-300 Bauform von Siemens können VIPA und Siemens-Baugruppen auch im Mischbetrieb eingesetzt werden.
Die Peripherie kann über zwei Wege angeschlossen werden: wie gewohnt auf der rechten Seite über den Standard-Rückwandbus, an dem I/O-Komponenten sowie Kommunikationsprozessoren und Funktionsmodule von VIPA und Siemens zu betreiben sind.
Der VIPA-SPEED-Bus auf der linken Seite der CPU ermöglicht dem Anwender, weitere spezielle schnelle Peripheriebaugruppen zu betreiben. Für den Speed-Bus stehen digitale Ein-/Ausgänge, analoge Eingänge, Profibus-Master, Interbus-Master sowie CANopen-Master von VIPA zur Verfügung.
Schnittstellen
Mit dem integrierten Master für Profibus-DP, der Ethernet-Schnittstelle und dem MP21-Anschluss werden alle gängigen Interfaces in einem System unterstützt.
Kommunikation
Als integrierte Feldbus-Schnittstelle in der CPU steht Profibus-Master zur Verfügung. Weiterhin ist die MP2I-Schnittstelle mit 12Mbit/s enthalten, die außer der Standard-MPI-Kommunikation zum PC auch eine Punkt zu Punkt-Verbindung über Green Cable von VIPA erlaubt.
Zusätzlich verfügen die SPEED7-CPUs über eine integrierte Ethernet-Schnittstelle, die die Programmierung über Netzwerk erlaubt. Für komplexe Kommunikations und Steuerungssaufgaben stehen interne und externe (je nach CPU-Variante) Prozessoren für Profibus, Interbus, CAN und Ethernet zur Verfügung.
Speichermanagement
Der Speicher kann dynamisch den Anforderungen der Applikation auch nachträglich angepasst werden, ohne dass bestehende Hardware ausgetauscht werden muss. Dazu wird einfach eine Memory Configuration Card (MCC) in den Card-Slot gesteckt, wodurch weiterer Speicher freigegeben wird. Die Zahl der benötigten CPU-Typen, die der Kunden vorhalten muss, reduziert sich dadurch auf eine.
Datensicherung
Die Programmsicherung erfolgt im Drei-Stufen-Konzept vom internen batteriegepufferten RAM über eine interne Flashsicherung bis hin zur MCC-Card, die auch dem Programm- und Firmwaretausch verwendet wird. Zur Programmierung dient Win-PLC7 von VIPA oder STEP7 von Siemens.
SPEED7-CPU517S - die PC-Lösung
Die CPU517S ist eine SPS, die mit dem PLC7000 SPS-Chip der profichip GmbH ausgerüstet ist und bis zu 8MB Arbeitsspeicher zur Verfügung stellt. Als Standardprogrammiersprache wird STEP7 von Siemens eingesetzt. Die CPU517S wird im PC über den PCI-Bus betrieben.
Um einen Betrieb unabhängigen von der PC-Hardware zu gewährleisten, ist sie galvanisch vom PC getrennt und mit einer eigenen Stromversorgung für DC 18V bis DC 36V ausgerüstet. Die SPS-Leistung ist ca. vier- bis achtmal schneller als die der CPU416 von Siemens (je nach Applikation) - siehe Benchmark. Extern arbeitet die CPU517S mit dem Profibus-DP zur Peripherieanbindung.
Für dezentrale Kommunikationsaufgaben steht zusätzlich das MPI-Netzwerk mit bis zu 12Mbit/s zur Verfügung, für die Ethernet-Kommunikation das CP343/ NET-Interface, das bis zu 128 projektierte Verbindungen und 64 PG-Kanäle mit Standard S7-Kommunikation von Siemens ermöglicht.
Über den im Lieferumfang enthaltenen OPC-Servcr steht eine Standardsoftwareschnittstelle für beliebige OPC-Clients zum Datenaustausch und Visualisierung zur Verfügung.




